Asahi Kasei, Nobian, Furuya Metal und Mastermelt starten gemeinsames Projekt zum Recycling von Metallen aus Elektrolyseur-Komponenten
Düsseldorf, Tokio und Novi, Michigan – 23. April 2025 – Das japanische Technologieunternehmen Asahi Kasei hat gemeinsam mit Nobian, Furuya Metal und Mastermelt eine Initiative für das Recycling von Metallen sowie Edelmetallen gestartet, die in den Zellen und Elektroden von Elektrolyseuren für die Herstellung von Natronlauge verwendet werden. Im Rahmen dieser im Februar 2025 gestarteten Maßnahme werden die Partner auf den Aufbau eines Recycling-Ökosystems für wertvolle Metalle in der Chloralkaliindustrie hinarbeiten.
Seit fast fünf Jahrzehnten ist Asahi Kasei führend auf dem Gebiet der Chlor-Alkali-Elektrolyse zur Herstellung von Natronlauge und Chlor. Das Unternehmen fertigt und liefert Ionenaustauschmembranen, Elektrolysezellen, Elektroden und Know-how für den Betrieb von Elektrolyseanlagen. Elektrolyseure verwenden elektrischen Strom, um Salzwasser (Sole) in Chlor, Wasserstoff und Natronlauge zu spalten. Diese chemischen Produkte werden dann in einer Vielzahl von weiteren Anwendungen verwendet.
Edelmetalle wie Iridium und Ruthenium werden zur Herstellung von Elektroden und anderen Komponenten für Elektrolysesysteme verwendet. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach diesen Materialien hat Asahi Kasei gemeinsam mit Partnern Initiativen zur Gewährleistung einer stabilen und sicheren Versorgung mit diesen Metallen vorangetrieben. Ein Beispiel dafür ist ein Demonstrationsprojekt für einen Mietservice für Elektrolysezellen in Europa. Dieses Projekt läuft seit 2023 in Zusammenarbeit mit Nobian, einem Hersteller von Natronlauge und anderen wichtigen Chemikalien, und konzentriert sich auf die Wiederverwendung von Edelmetallen.
Kreislaufwirtschaft für die Chlor-Alkali-Industrie
Das gemeinsame Recyclingprojekt von Asahi Kasei mit Nobian sowie den Recyclingspezialisten Furuya Metal und Mastermelt zielt darauf ab, eine Kreislaufwirtschaft für die Chloralkaliindustrie zu etablieren. Metalle aus Zellen und Elektroden, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, werden aufbereitet und als Rohstoffe für die Herstellung neuer Komponenten in der Industrie wiederverwendet. Planungen sehen vor, dass dieses Verfahren ebenfalls auf Komponenten des Elektrolysesystems von Asahi Kasei zur Herstellung von grünem Wasserstoff mit sauberer Energie angewendet werden kann.
Die konkrete Zusammenarbeit der Partnerfirmen sieht vor, dass Asahi Kasei zunächst ausgediente Elektroden von Nobian einsammelt und sie Mastermelt und Furuya Metal zur Verfügung stellt. In einem weiteren Schritt nehmen diese Firmen dann die Entfernung des Katalysators von den Elektroden, die Vorbereitung des Materials für den nächsten Prozessschritt sowie die Extraktion und Reinigung der Edelmetalle aus dem Katalysator vor. Abschließend verwendet Asahi Kasei die Edelmetalle für einen neuen Katalysator, der dann für die Beschichtung der Elektroden verwendet wird. Mit diesen recycelten Katalysatorelektroden wird Nobian die Soleelektrolyse durchführen und damit das Ressourcenrecycling bei der Herstellung von Natronlauge und Chlor ermöglichen.
„Dieses Pilotprojekt markiert einen Meilenstein für die Chlor-Alkali-Industrie und zeigt unser Engagement, Lösungen für die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben“, sagte Yoshifumi Kado, Senior General Manager der Ion Exchange Membrane & Electrolysis System Division bei Asahi Kasei. „Die kombinierte Expertise von Asahi Kasei, Nobian, Furuya Metal und Mastermelt versetzt uns in die Lage, noch mehr Wert aus den verwendeten Edelmetallen zu schöpfen, und gleichzeitig die Nachhaltigkeitsziele in praktische, skalierbare Ergebnisse umzusetzen.“
Diese Ankündigung steht im Zusammenhang mit der Markeneinführung von AlkaNexus durch Asahi Kasei Ende 2024, die als Komplettlösung für die Chlor-Alkali-Industrie konzipiert ist und fortschrittliche Dienstleistungen in den Bereichen Datenanalyse, Optimierung des Anlagenbetriebs und Membranen umfasst.
Über Asahi Kasei
Die Asahi Kasei Gruppe trägt zum Leben und zur Lebensqualität von Menschen auf der ganzen Welt bei. Seit seiner Gründung im Jahr 1922 mit dem Geschäft mit Ammoniak und Zellulosefasern ist Asahi Kasei durch die proaktive Umgestaltung seines Geschäftsportfolios kontinuierlich gewachsen, um den sich wandelnden Bedürfnissen jeder Zeit gerecht zu werden. Mit mehr als 50.000 Mitarbeitern weltweit trägt das Unternehmen zu einer nachhaltigen Gesellschaft bei, indem es in seinen drei Geschäftsbereichen Health Care, Homes und Material Lösungen für die Herausforderungen der Welt anbietet. Weitere Informationen finden Sie unter www.asahi-kasei.com.
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